Heute präsentiere ich euch einen weiteren interessanten
Gastartikel. Dieses Mal wieder von
Konstantin Mitropetros, der sich mit dem Thema
Informations-Moat im KI-Zeitalter befasst.
Liebe Leser,
KI wird immer leistungsfähiger, breiter verfügbar und günstiger. Der Wandel vollzieht sich immer schneller. Wer hat die Kontrolle und wer behält sie? Was bedeutet das für bestehende Geschäftsmodelle, für ihre Wettbewerbsvorteile – und für die Aktien der Unternehmen dahinter?
Diese Fragen beschäftigen mich seit einiger Zeit intensiv. Nun möchte ich einen Schritt weitergehen und mich in einer zusammenhängenden Artikelserie mit einer Frage beschäftigen, die mich seit einiger Zeit besonders interessiert: Wie verändert künstliche Intelligenz bestehende Geschäftsmodelle und Wettbewerbsvorteile – und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für uns als Anleger?
Bisher war ich hier auf dem Blog vor allem als Kommentator unterwegs. Vor wenigen Wochen durfte ich auf Michaels freundliche Einladung hin erstmals eine eigene, ausführliche Aktienanalyse zu Itron veröffentlichen.
An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Michael für seine Einladung, sein Vertrauen und die Möglichkeit, seine Plattform für meine Überlegungen zu nutzen!
Der Ausgangspunkt: der Informations-Moat
Die Grundlage der Serie wird mein heutiger Artikel "Informations-Moat im KI-Zeitalter: Welche Wettbewerbsvorteile bleiben, wenn KI günstig und leistungsfähig wird?" sein. Darin stelle ich ein Analyseraster mit zehn Moat-Schichten zur Diskussion. Es soll helfen zu untersuchen, welche wirtschaftlichen Ressourcen im KI-Zeitalter knapp und schwer ersetzbar bleiben – und wo bisherige Wettbewerbsvorteile an Wert verlieren könnten.
Dabei wird mich eine Leitfrage in allen Beiträgen begleiten: "Wer behält die wirtschaftliche Kontrolle über knappe und wertvolle Ressourcen, wenn künstliche Intelligenz immer leistungsfähiger, breiter verfügbar und günstiger wird?"
Die Antworten fallen je nach Unternehmen und Geschäftsmodell sehr unterschiedlich aus. Mit entsprechenden Konsequenzen.
Gutes Unternehmen ≠ gute Aktie
Auf dieser Grundlage betrachte ich nach und nach ausgewählte börsennotierte Unternehmen näher. Dabei geht es mir nicht darum, vorschnell vermeintliche KI-Gewinner und -Verlierer auszurufen. Stattdessen möchte ich die jeweiligen Investmentthesen kritisch an der wirtschaftlichen Realität messen.
Dabei unterscheide ich bewusst zwischen der Qualität eines Unternehmens und der Attraktivität seiner Aktie: Denn auch ein robuster Wettbewerbsvorteil rechtfertigt nicht jeden Börsenkurs. Umgekehrt kann ein Unternehmen trotz erheblicher KI-Risiken interessant sein, wenn diese Risiken bereits ausreichend eingepreist sind.
Mögliche Kandidaten
Für vertiefende Analysen werde ich mir diese Unternehmen bzw. Aktien vornehmen:
Adobe, Wolters Kluwer, SAP, Amazon, Verisk Analytics, Moody's, Visa.
Allerdings ist diese Auswahl vorläufig, denn es gibt ja noch eine Reihe mehr Branchen und Unternehmen, die betroffen sind. Neue Erkenntnisse und Entwicklungen können meine Schwerpunkte durchaus noch verändern.
Auch eure Meinung ist gefragt
Die Serie soll aber auch von eurem Blick profitieren. Mich interessiert:
- Welche weiteren börsennotierten Unternehmen findet ihr unter dem Blickwinkel des Informations-Moats im KI-Zeitalter besonders spannend – und warum?
- Wo vermutet ihr dauerhafte Wettbewerbsvorteile?
- Wo könnte KI bisherige Geschäftsmodelle stärker verändern, als es der Markt heute erwartet?
Ich freue mich auf eure Ideen und Anregungen!
Euer Konstantin
Und nun starten wir gleich richtig durch...